Der Carrier CB bleibt auf dieser ganzen Seite stromlos. Durchgang misst du nur ohne Strom.
Beim Abknipsen der Stiftenden die Schutzbrille WZ12 tragen. Die Stückchen fliegen weit.
Jedes abgeknipste Stückchen einsammeln. Ein Metallrest auf einer Platine macht einen Kurzschluss.
Isopropanol IP ist brennbar. Lötkolben aus und abgekühlt, bevor du reinigst.
So sieht es fertig aus
Schnitt quer durch den fertigen Aufbau: Stiftleiste oben, Kapton zwischen den Lötstellen und dem CM5,
CM5 in den Sockeln CB50 und CB51, alles steht auf dem Kühler. Nicht maßstäblich.
Lötstellen dieser Stiftleiste unter dem Mikroskop: glänzend, jedes Lötauge rundum bedeckt, keine
Verbindung zum Nachbarn. Die Stiftenden sind schon abgeknipst.
Ein anderer Ausschnitt derselben Leiste. Auch diese Lötstellen sind in Ordnung.
1
Schau jede der 40 Lötstellen mit WZ8 an und vergleich sie mit dem Bild der guten Lötstelle in
G2 und mit den Fotos oben.
Ergebnis: Du weißt, welche Lötstellen gut sind und welche nicht.
2
Bessere jede schlechte Lötstelle mit WZ3 aus: Zu wenig Zinn (Lötauge nicht rundum bedeckt): etwas LZ
nachgeben. Kugel oder matte, körnige Oberfläche: nur noch einmal erhitzen, bis das Zinn fließt.
Ergebnis: Jede Lötstelle ist ein glänzender Kegel.
3
Gibt es eine Brücke (Zinn verbindet zwei Stifte): Leg die Entlötlitze EL auf die Brücke und drück den Lötkolben
darauf, bis das Zinn in die Litze gezogen wird. Litze und Kolben zusammen wegnehmen, dann beide Stifte neu löten.
Ergebnis: Zwischen allen Nachbarstiften ist blaue Platine zu sehen.
Halt: 40 glänzende Kegel, keine Brücke? Wenn nicht: Nicht weitermachen. Schritt 2 oder 3
wiederholen, bis jede Lötstelle stimmt.
Stiftenden kürzen und reinigen
4
Schalte den Lötkolben WZ3 aus und leg ihn zum Abkühlen in seine Ablage. Setz die Schutzbrille WZ12 auf.
Ergebnis: Kolben aus, Brille auf.
5
Knips mit dem Seitenschneider WZ4 jedes Stiftende direkt über dem Zinnkegel ab. Die flache Seite des Schneiders
zeigt zur Platine. Halt einen Finger über die Stelle, damit das Stückchen nicht wegfliegt. Grund: Auf dieser Seite
sitzt gleich wieder das CM5; ein langes Ende könnte es berühren.
Ergebnis: Kein Stiftende ragt mehr über seinen Zinnkegel hinaus.
6
Sammle alle abgeknipsten Stückchen vom Tuch, vom Tisch und von der Platine ein und zähl sie.
Ergebnis: 40 Stückchen. Fehlen welche, such weiter, bevor du weitermachst.
7
Gib ein paar Tropfen Isopropanol IP auf die Lötstellen und bürste die Flussmittelreste (gelblich, klebrig) mit
der Zahnbürste ZB ab.
Ergebnis: Keine gelblichen, klebrigen Reste mehr um die Lötstellen.
8
Lass die Platine 5 Minuten trocknen.
Ergebnis: Die Platine ist trocken, kein Isopropanol-Geruch mehr.
Halt: 40 Stückchen eingesammelt, kein Stiftende länger als sein Zinnkegel, Platine trocken?
Wenn nicht: Nicht weitermachen. Fehlende Stückchen liegen meist im Tuch oder zwischen den Bauteilen der Platine;
schüttle die Platine nicht, sondern such mit WZ8.
Mit dem Multimeter prüfen (alles stromlos)
Ab hier arbeitest du auf der Oberseite, an den langen Stiftenden. Die Kennung CB2 heißt Stift 2 der 40-Pin-Leiste.
Ein kurzes Piepen beim Anlegen kommt von Kondensatoren auf der Platine und ist kein Kurzschluss. Es zählt nur ein
Dauerton.
Die Messpunkte von oben, „CM5-NANO-B“ lesbar. Rot = 5 V, schwarz = GND, gelb = 3,3 V, wenn die Leiste
richtig sitzt. Die USB-A-Buchse liegt in Wirklichkeit am anderen Ende der Platine.
9
Stell das Multimeter WZ2 auf Durchgangsprüfung wie in G3 und halte die beiden
Messspitzen aneinander.
Ergebnis: Es piept.
10
Halte eine Messspitze an CB2, die andere an CB4. Das sind die beiden roten Stifte.
Ergebnis: Dauerton. Beide Stifte sind 5 V und auf dem Carrier verbunden.
Kein Dauerton? Prüf die vier äußersten Paare der Leiste: an beiden Enden, in beiden Reihen jeweils die zwei
äußersten Stifte (Bild unten). Genau ein Paar piept: Das sind Stift 2 und 4, der äußere davon ist Stift 2. Piept kein
Paar, ist die Lötstelle an Stift 2 oder 4 schlecht: auf der Unterseite nachlöten (Schritt 2) und neu messen.
Die vier äußersten Paare. Nur eines davon piept: Stift 2 und 4.
11
Mach mit dem Stift WZ13 einen Punkt auf die Platine direkt neben CB2.
Ergebnis: Ein Punkt neben dem äußeren roten Stift. Ist das gepiepte Paar nicht rot, sitzt die Leiste
verdreht: Dann gilt ab jetzt nur dein Punkt, nicht die Farbe der Stifte.
12
Halte eine Messspitze an CB2, die andere an CB6 (zwei Stifte weiter in derselben Reihe).
Ergebnis: Kein Dauerton. Zwischen 5 V und GND ist kein Kurzschluss.
13
Halte eine Messspitze an CB6, die andere an das Metallgehäuse der USB-A-Buchse CB42.
Ergebnis: Kein Dauerton. Zwischen 3,3 V und GND ist kein Kurzschluss.
Halt: Dauerton nur bei CB2–CB4 und bei CB6–CB42, bei den drei anderen Paaren kein
Dauerton? Wenn ein Paar aus Schritt 12, 14 oder 15 dauerhaft piept: Nicht weitermachen. Das ist ein Kurzschluss, fast
immer eine Brücke aus Zinn oder ein abgeknipstes Stückchen zwischen zwei Stiften. Unterseite mit WZ8 absuchen,
Brücke wie in Schritt 3 entfernen, dann ab Schritt 12 neu messen.
Abstand prüfen und isolieren
Das Lineal liegt auf den beiden Sockeln und berührt keine Lötstelle. Nicht maßstäblich.
16
Leg den Carrier mit der Unterseite nach oben auf das Tuch WZ10. Leg das Lineal WZ16 quer über die
beiden Sockel CB50 und CB51, sodass es über den Lötstellen liegt. Schieb es einmal über die ganze Länge der
Stiftleiste.
Ergebnis: Das Lineal liegt überall auf beiden Sockeln auf und kippelt nicht. Keine Lötstelle berührt es.
Kippelt es auf einer Lötstelle: Diese Lötstelle ist zu hoch. Stiftende noch einmal kürzen (Schritt 5) oder
überschüssiges Zinn mit EL absaugen, dann neu prüfen.
17
Kleb einen Streifen Kaptonband KB über alle 40 Lötstellen und drück ihn gut an.
Ergebnis: Keine Lötstelle ist mehr zu sehen, das Band liegt glatt ohne Falten. Es ragt nicht in die
Sockel CB50 und CB51.
CM5 und Kühler wieder aufsetzen
18
Halte das CM5 CM so über den Carrier wie auf deinem Foto aus 2a: Seine Stecker CM1
und CM2 liegen genau über den Sockeln CB50 und CB51.
Ergebnis: Die Kanten des CM5 liegen auf denselben Seiten wie auf dem Foto.
19
Drück mit beiden Daumen gleichzeitig auf die zwei Stellen über den Steckern, bis das CM5 hörbar einrastet.
Lässt es sich nicht ganz eindrücken: keine Gewalt. Prüf, ob ein Stiftende zu lang ist (Schritt 16) oder das Kaptonband
in einen Sockel ragt.
Ergebnis: Das CM5 liegt rundum gleichmäßig auf, ohne Spalt auf einer Seite.
20
Stell den Kühler KU mit den Rippen nach unten auf das Tuch, das Wärmeleitpad KU1 oben. Setz den Carrier mit dem
CM5 nach unten genau darauf.
Ergebnis: Der Carrier steht stabil auf dem Kühler, die Buchsen und die Stiftleiste zeigen nach oben.
Halt: CM5 eingerastet, ohne Spalt? Punkt neben CB2? Wenn nicht: Nicht weitermachen. Das
CM5 noch einmal abnehmen (wie in 2a, Schritt 8) und Schritt 18 und 19 wiederholen; den Punkt mit Schritt 10 und 11
setzen.