Du übst an einem Reststück Lochraster, bis eine gute Lötstelle sicher gelingt: Lötkolben vorbereiten, Lötstelle in fünf Schritten, Brücke entfernen, zwei Adern verbinden.
Vorher erledigt: G1 Arbeitsplatz und Sicherheit
Keine Teile des Telefons. Geübt wird an Restmaterial (WZ19, WZ20).
| Kennung | Was |
|---|---|
| WZ3 | Lötkolben mit feiner Spitze, mit Ablage und Schwamm oder Messingwolle |
| WZ4 | Seitenschneider |
| WZ5 | Abisolierzange |
| WZ6 | Heißluft oder Feuerzeug für Schrumpfschlauch |
| WZ7 | Pinzette |
| WZ8 | Lupe oder Digitalmikroskop |
| WZ12 | Schutzbrille |
| WZ19 | Übungsplatine: Reststück Lochraster 2,54 mm, Lötaugen auf einer Seite |
| WZ20 | Übungsader: Litze 22 AWG, etwa 30 cm, zum Beispiel ein übriges Kabel aus dem JST-PH-Kabelset |
| Kennung | Was |
|---|---|
| LZ | Lötzinn mit Flussmittelkern |
| EL | Entlötlitze |
| SS | Schrumpfschlauch, dünn, ein Stück von 15 mm |
| IP | Isopropanol |
| ZB | alte Zahnbürste |
Lötauge: der Kupferring um ein Loch in der Platine. Litze: eine Ader aus vielen dünnen Drähten. Verzinnen: eine dünne Schicht Lötzinn auf eine Spitze oder ein Aderende bringen. Flussmittel: ein Reinigungsmittel im Kern des Lötzinns; es lässt das Zinn fließen und hinterlässt gelbliche, klebrige Reste.
Feucht den Schwamm der Ablage leicht an. Hast du Messingwolle statt Schwamm, entfällt das.
Ergebnis: Der Schwamm ist feucht. Drückst du darauf, tropft kein Wasser heraus.
Lies das Etikett auf der Rolle Lötzinn LZ.
Ergebnis: Du weißt, ob es bleihaltig ist (Sn60Pb40 oder Sn63Pb37) oder bleifrei („bleifrei“, „lead free“).
Stell am Lötkolben WZ3 die Temperatur ein und schalte ihn ein: 330–350 °C für bleihaltiges Zinn, etwa 370 °C für bleifreies.
Ergebnis: Der Kolben heizt auf. Hat er eine Anzeige, zeigt sie nach kurzer Zeit die eingestellte Temperatur.
Wisch die heiße Spitze einmal über den Schwamm oder durch die Messingwolle.
Ergebnis: Die Spitze ist sauber.
Halt sofort danach das Ende des Lötzinns an die Spitze, bis ein kleiner Tropfen daran schmilzt.
Ergebnis: Die Spitze glänzt silbern.
Isolier an jedem Stück ein Ende 3–4 mm ab, mit der Abisolierzange WZ5.
Ergebnis: 3–4 mm blanke Litze, keine abgeschnittenen Drähtchen.
Verdrill jedes blanke Ende fest zwischen Daumen und Zeigefinger.
Ergebnis: Kein einzelnes Drähtchen steht ab.
Verzinn jedes Ende: Lötspitze unter das blanke Ende halten, Lötzinn von oben an die Litze (nicht an die Spitze), bis das Zinn in die Litze gezogen ist. Dann Zinn weg, Kolben weg.
Ergebnis: Das Ende ist silbern und steif, ohne dicken Tropfen.
Steck die vier verzinnten Enden in vier nebeneinanderliegende Löcher einer Reihe der Übungsplatine WZ19. Steck sie von der Seite ohne Kupfer ein, so dass sie auf der Seite mit den Lötaugen 2–3 mm herausschauen. Knick die Adern auf der Seite ohne Kupfer flach um, damit sie nicht herausrutschen.
Ergebnis: Vier blanke Enden stehen auf der Kupferseite heraus, jedes in seinem eigenen Lötauge.
Leg die Übungsplatine mit den Lötaugen nach oben auf den Tisch.
Ergebnis: Sie liegt ruhig, die vier Enden zeigen nach oben.
Leg die Lötspitze an das erste Ende so an, dass sie gleichzeitig den Draht und das Lötauge berührt.
Ergebnis: Die Spitze liegt im Winkel zwischen Draht und Kupferring.
Warte 1 Sekunde, damit beide warm werden.
Ergebnis: Die Spitze liegt noch an derselben Stelle.
Halt das Lötzinn von der anderen Seite an die Stelle, wo Draht und Lötauge sich treffen, nicht an die Spitze. Lass 2–3 mm Zinndraht einschmelzen.
Ergebnis: Das Zinn fließt rund um den Draht und über das ganze Lötauge.
Nimm zuerst das Lötzinn weg, dann den Lötkolben. Vom Anlegen bis hier vergehen zusammen 2–4 Sekunden. Leg den Kolben in die Ablage.
Ergebnis: Der Kolben liegt in der Ablage.
Beweg nichts, bis das Zinn erstarrt ist (2 Sekunden). Vergleich die Lötstelle dann mit dem Bild oben unter „So sieht es fertig aus“.
Ergebnis: ein kleiner, glänzender Kegel, das Lötauge ist rundum bedeckt.
Löte die anderen drei Enden genauso (Schritt 12 bis 16).
Ergebnis: vier Lötstellen.
Setz die Schutzbrille WZ12 auf.
Ergebnis: Die Brille sitzt.
Knips jedes Drahtende direkt über dem Zinnkegel ab: Seitenschneider WZ4 mit der flachen Seite zur Platine, einen Finger über die Stelle halten.
Ergebnis: Die Enden sind kurz, die Kegel sind nicht beschädigt, kein Stück ist weggeflogen.
Sammle alle abgeknipsten Stückchen ein.
Ergebnis: Auf Tisch und Platine liegt kein Metallstückchen mehr.
Eine Brücke ist Zinn, das zwei Lötstellen verbindet, die getrennt sein sollen. Hier machst du absichtlich eine und entfernst sie wieder.
Halt die Spitze zwischen zwei benachbarte Lötstellen und gib Zinn dazu, bis beide verbunden sind.
Ergebnis: Ein Zinnsteg verbindet die beiden Lötstellen, wie im Bild „Brücke“.
Leg das Ende der Entlötlitze EL auf die Brücke und drück die Lötspitze von oben auf die Litze, bis das Zinn in die Litze gezogen wird.
Ergebnis: Die Entlötlitze wird an der Stelle silbern, die Brücke verschwindet.
Heb Entlötlitze und Lötkolben gleichzeitig ab, solange das Zinn noch flüssig ist.
Ergebnis: Die Litze klebt nicht an der Platine fest.
Schneid das silberne, volle Stück der Entlötlitze mit WZ4 ab.
Ergebnis: Das Ende der Entlötlitze ist wieder kupferfarben.
Löte beide Stellen neu, wie in Schritt 12 bis 16.
Ergebnis: zwei getrennte, glänzende Kegel.
Schneid zwei neue Stücke von je 10 cm von WZ20 ab. Isolier an beiden je ein Ende 3–4 mm ab, verdrill und verzinn es (wie Schritt 7 bis 9).
Ergebnis: zwei Stücke mit je einem silbernen, steifen Ende.
Schieb ein 15 mm langes Stück Schrumpfschlauch SS auf eines der beiden Stücke, mindestens 2 cm weg vom blanken Ende.
Ergebnis: Der Schlauch sitzt auf der Isolierung, weit weg vom Ende.
Leg die beiden verzinnten Enden nebeneinander, so dass sie sich auf ihrer ganzen blanken Länge berühren. Halt sie mit einer Hand oder mit der Pinzette WZ7 zusammen.
Ergebnis: Die blanken Enden liegen parallel aneinander.
Leg die Lötspitze an, bis das Zinn beider Enden zusammenfließt. Kolben weg, 2 Sekunden nicht bewegen.
Ergebnis: Eine glänzende Stelle verbindet beide Enden.
Zieh vorsichtig an beiden Adern.
Ergebnis: Die Verbindung hält.
Schieb den Schrumpfschlauch mittig über die Lötstelle.
Ergebnis: Auf beiden Seiten des Schlauchs ist kein blankes Metall zu sehen.
Schrumpf den Schlauch mit WZ6: Heißluft darauf richten oder die Flamme kurz darunter hin und her bewegen, ohne den Schlauch zu berühren.
Ergebnis: Der Schlauch liegt eng an und lässt sich nicht mehr verschieben.
Zwei Adern auf ein Lötauge: Beide blanken Enden zusammen verdrillen und gemeinsam verzinnen, dann löten wie ein einzelnes Ende.
Verzinn die Spitze noch einmal (Schritt 4 und 5), schalte den Lötkolben aus und lass ihn in der Ablage abkühlen.
Ergebnis: Kolben aus, er liegt in der Ablage.
Wasch dir die Hände.
Ergebnis: Hände sauber.
Weiter mit: G3 Multimeter benutzen