Übersicht · Teileliste

4a Stromkabel an den PiSugar löten

Aus einem USB-C-Kabel wird das Stromkabel SK: Du bestimmst seine Adern am Carrier und lötest es an den PiSugar.

Vorher erledigt: G2 Löten lernen, G3 Multimeter benutzen, 2c Display anschließen

Sicherheit:

So sieht es fertig aus

PiSugar mit angelötetem Stromkabel und KaptonbandKBSK2PS10SK3
PiSugar PS mit dem Stromkabel SK. SK2 läuft unter das Kaptonband KB zum Pad PS9; darunter liegen auch die Pogo-Pins PS11. SK3 ist auf PS10 gelötet.

Du brauchst

Teile und Stellen

KennungTeilWas du daran anfasst
SKUSB-C-Kabel mit 90°-Winkelstecker, wird hier auf etwa 15 cm gekürzt SK1 USB-C-Winkelstecker
SK2 Ader mit Durchgang zu CB2 (5 V, meist rot)
SK3 Ader mit Durchgang zu CB42 (GND = Masse, meist schwarz)
SK4 alle anderen Adern
PSPiSugar 3 Plus PS9 Pad „5V“ neben den Pogo-Pins
PS10 Pad „GND“ neben „qi“ und „VIN“ an der Micro-USB-Buchse
PS11 Pogo-Pins
PS12 Akkubuchse
PS7 Taste Ein/Aus
PS13 vier grüne LEDs
PS15 Pad „VIN“: nie anlöten
AKPiSugar-AkkuAK1 Akkustecker
CBCarrier (nur zum Messen) CB2 Stift 2 der 40-Pin-Leiste (5 V)
CB42 Metallgehäuse der USB-A-Buchse (Masse)
CB43 USB-C-Buchse „PWR“
DSDisplay-StromkabelDS2 3-poliger Stecker auf CB2, CB4, CB6: kurz abziehen
NTNetzteil 27 WNT1 USB-C-Stecker: abziehen
PiSugar 3 Plus von obenPS11PS9PS12PS10PS15PS8PS14
PiSugar von oben, vor dem Löten. Die Kennungen PS9, PS10 und PS15 stehen direkt neben ihrem runden Pad: PS9 liegt rechts neben der Kennung über dem Aufdruck „5V“, PS10 unter der Kennung neben „GND“. PS15 steht rechts vom Aufdruck „VIN“, sein Pad liegt links davon.

Werkzeug

KennungWerkzeug
WZ2Multimeter mit Durchgangsprüfer
WZ3Lötkolben mit feiner Spitze
WZ4Seitenschneider
WZ5Abisolierzange
WZ6Heißluft oder Feuerzeug für Schrumpfschlauch
WZ7Pinzette
WZ8Lupe oder Digitalmikroskop
WZ9ESD-Armband
WZ12Schutzbrille
WZ13wasserfester Stift
WZ14Linux-PC (zum Herunterfahren des Pi)

Verbrauchsteile

KennungTeilMenge
LZLötzinn mit Flussmittelkernwenig
KBKaptonbandetwa 10 cm
SSSchrumpfschlauch, dünn1 Stück, 2 cm
FBFähnchen aus Kreppband3

Abschnitt A: Kabel vorbereiten

SK1USB-C-Winkelsteckeretwa 15 cmMantel etwa 3 cm abgezogenSK2piept mit CB2 (meist rot)SK3piept mit CB42 (meist schwarz)SK4alle anderen Adern undGeflecht: kürzen, mit SS isolieren
Das Stromkabel SK nach Abschnitt B. Welche Ader SK2 und welche SK3 ist, bestimmst du durch Messen, nicht nach der Farbe.
1

Nimm das USB-C-Kabel mit dem 90°-Winkelstecker. Kleb ein Fähnchen FB an den Winkelstecker und schreib mit WZ13 SK1 darauf.

Ergebnis: Der Stecker heißt ab jetzt SK1.

2

Miss vom Winkelstecker SK1 aus 15 cm am Kabel ab und schneid es dort mit WZ4 durch. Den Rest mit dem anderen Stecker brauchst du nicht.

Ergebnis: Ein 15 cm langes Kabel, an einem Ende SK1, am anderen Ende die Schnittstelle.

3

Zieh an der Schnittstelle mit WZ5 etwa 3 cm vom äußeren Mantel ab. Nur leicht zudrücken, damit die Adern darunter heil bleiben.

Ergebnis: Einzelne Adern liegen frei, meist rot, schwarz und weitere Farben, manchmal auch ein Drahtgeflecht oder eine Folie. Keine Ader ist angeschnitten.

4

Isolier jede Ader am Ende 3 mm ab, mit WZ5.

Ergebnis: Jede Ader hat ein blankes Ende von 3 mm. Die blanken Enden berühren sich nicht.

Abschnitt B: Adern am Carrier bestimmen

CBCarrier, stromlos40-Pin-LeisteCB2frei, DS2 abgezogenCB42Metallgehäuse USB-ACB43SK1SK2SK3WZ2Durchgang1. Messung: CB2 und jede Ader, piept → SK22. Messung: CB42 und jede Ader, piept → SK3
Messaufbau: SK1 steckt im stromlosen Carrier. Erst CB2 gegen jede Ader, dann CB42 gegen jede Ader.
5

Melde dich am PC WZ14 auf dem Pi an und fahr ihn herunter. BENUTZER und ADRESSE sind die, die du in 1b gewählt hast.

ssh BENUTZER@ADRESSE
sudo poweroff

Ergebnis: Die SSH-Verbindung bricht ab, nach einigen Sekunden wird das Display schwarz.

6

Warte 10 Sekunden. Zieh NT1 aus CB43.

Ergebnis: CB43 ist leer, der Carrier ist stromlos.

7

Zieh den Display-Stromstecker DS2 gerade nach oben von CB2, CB4 und CB6 ab. Fass dabei den Stecker an, nicht die Adern. Merk dir: die rote Ader saß auf CB2, die schwarze auf CB6.

Ergebnis: Der Stift CB2 liegt frei.

8

Steck SK1 in CB43.

Ergebnis: SK1 steckt fest. Die blanken Aderenden liegen frei auf dem Tisch und berühren nichts.

9

Stell WZ2 auf Durchgang. Halt eine Messspitze an CB2. Berühr mit der anderen nacheinander jedes Aderende. Kleb an die Ader, bei der es piept, ein Fähnchen FB mit SK2.

Ergebnis: Genau eine Ader piept, meist die rote. Sie heißt ab jetzt SK2.

10

Halt eine Messspitze an das Metallgehäuse CB42 (dort steckt UK1; das Gehäuse außen berühren). Berühr mit der anderen nacheinander jedes Aderende außer SK2. Kleb an die Ader, bei der es piept, ein Fähnchen FB mit SK3.

Ergebnis: Die schwarze Ader piept; sie heißt ab jetzt SK3. Piepen zwei Enden, ist das zweite meist ein blanker Draht oder das Geflecht der Abschirmung: SK3 ist dann die isolierte schwarze Ader, das andere gehört zu SK4.

11

Halt die Messspitzen an SK2 und SK3.

Ergebnis: Höchstens ein kurzes Piepen beim Ansetzen (ein Kondensator lädt sich auf), dann Ruhe. Kein Dauerpiepen.

12

Zieh SK1 aus CB43.

Ergebnis: CB43 ist leer.

13

Steck DS2 wieder auf: rote Ader auf CB2, leerer Platz auf CB4, schwarze Ader auf CB6.

Ergebnis: DS2 sitzt wie nach 2c, rot auf CB2.

Halt: Hast du genau eine Ader SK2 und genau eine Ader SK3, und gab es in Schritt 11 kein Dauerpiepen? Sitzt die rote Ader von DS2 auf CB2? Wenn nicht: Nicht weitermachen. Piept in Schritt 9 keine Ader, steckt SK1 meist nicht ganz in CB43. Piept in Schritt 11 Dauer, berühren sich blanke Enden. DS2 verkehrt herum darf nie unter Strom kommen.

Abschnitt C: Übrige Adern isolieren

14

Schneid alle Adern SK4 (alle außer SK2 und SK3, auch Geflecht und Folie) mit WZ4 direkt am Mantelende ab.

Ergebnis: Aus dem Mantel kommen nur noch SK2 und SK3.

15

Schieb 2 cm SS über SK2 und SK3 auf das Mantelende, so dass es die Schnittstellen von SK4 ganz abdeckt. Schrumpf es mit WZ6. Passt SS nicht über den Mantel, wickel stattdessen KB zweimal um das Mantelende.

Ergebnis: Am Mantelende ist kein Metall mehr zu sehen, nur SK2 und SK3 kommen heraus.

16

Verzinn die blanken Enden von SK2 und SK3 mit WZ3 und LZ, wie in G2.

Ergebnis: Beide Enden glänzen silbern, keine Litze steht ab.

Abschnitt D: An den PiSugar löten

17

Zieh den Akkustecker AK1 aus PS12. Fass dabei das Steckergehäuse an, nicht die Adern.

Ergebnis: Der Akku AK hängt nicht mehr am PiSugar. Keine LED PS13 leuchtet.

18

Leg den PiSugar mit den Bauteilen nach oben vor dich, wie im Foto oben. Such PS9 (rundes Pad neben dem Aufdruck „5V“, gleich unter den Pogo-Pins PS11) und PS10 (rundes Pad neben dem Aufdruck „GND“, an der Micro-USB-Buchse PS14).

Ergebnis: Du hast beide Pads gefunden. Gleich neben PS10 liegt PS15 „VIN“: dort kommt nichts hin.

19

Leg das verzinnte Ende von SK2 auf PS9 und halt es mit WZ7. Setz WZ3 an Pad und Ader und gib wenig LZ dazu, bis das Zinn Pad und Ader umfließt. Lötkolben weg, Ader zwei Sekunden ruhig halten.

Ergebnis: Ein kleiner, glänzender Hügel verbindet SK2 mit PS9. Leichter Zug an der Ader bewegt nichts.

20

Genauso: SK3 auf PS10 löten.

Ergebnis: Ein kleiner, glänzender Hügel verbindet SK3 mit PS10. Kein Zinn auf PS15.

Lötstelle der Masseader auf dem Pad GND unter dem MikroskopPS10SK3
Gute Lötstelle unter dem Mikroskop: das Zinn umfließt SK3 und das Pad PS10 ganz, keine Brücke zu den Nachbarn.
21

Schau beide Lötstellen mit WZ8 an.

Ergebnis: Das Zinn umfließt Ader und Pad wie im Foto. Keine Zinnbrücke zu einem Nachbarn, vor allem nicht von PS10 zu PS15.

22

Kleb das Kabel SK mit KB neben den Pads auf die Platine, so dass ein Zug am Kabel am Klebeband hängt und nicht an den Lötstellen.

Ergebnis: Wenn du leicht am Kabel ziehst, bewegen sich die Lötstellen nicht.

23

Kleb KB über alle Pogo-Pins PS11.

Ergebnis: Von PS11 ist kein Metall mehr zu sehen.

Halt: Beide Lötstellen glänzend und ohne Brücke? Nichts an PS15? PS11 ganz abgedeckt? Wenn nicht: Nicht weitermachen. Brücken und matte Lötstellen mit WZ3 und frischem LZ nachlöten, wie in G2.

Abschnitt E: Messen

24

WZ2 auf Durchgang. Halt die Messspitzen an PS9 und PS10 (an das Pad neben der Lötstelle oder an die Lötstelle selbst).

Ergebnis: Höchstens ein kurzes Piepen beim Ansetzen, kein Dauerpiepen.

Halt, vor dem Einschalten: Kein Dauerpiepen in Schritt 24? Liegt SK1 so, dass sein Metall nichts berührt? Wenn es Dauer piept: Nicht weitermachen, der Akku bleibt ab. Meist verbindet eine Zinnbrücke oder eine abstehende Litze die beiden Pads.
25

Steck AK1 in PS12. Neben der Buchse sind „+“ und „−“ aufgedruckt: die rote Ader des Akkus gehört zu „+“.

Ergebnis: AK1 steckt fest. Schaltet sich der PiSugar dabei von selbst ein (LEDs PS13 leuchten), ist das normal.

26

Leuchten die LEDs PS13 nicht: Schalte den PiSugar ein. PS7 kurz drücken, dann gedrückt halten, bis die LEDs von 1 bis 4 durchzählen.

Ergebnis: Die LEDs PS13 leuchten.

27

Stell WZ2 auf Gleichspannung (V mit geradem Strich). Rote Messspitze an PS9, schwarze an PS10.

Ergebnis: etwa +5,1 V, mit Pluszeichen.

28

Schalte den PiSugar aus: PS7 lange drücken, bis alle LEDs PS13 aus sind.

Ergebnis: Keine LED leuchtet.

Halt: Hast du in Schritt 27 etwa +5,1 V gemessen? Steht ein Minus davor, sind die Adern vertauscht oder die Messspitzen: erst die Messspitzen prüfen (rot an PS9). Sind die Adern vertauscht: Nicht weitermachen. Akku ab (AK1 aus PS12), beide Adern ablöten und richtig anlöten. Zeigt WZ2 0 V, ist der PiSugar aus oder eine Lötstelle hat keine Verbindung.

Weiter mit: 4b Umstieg auf Akku, Lasttest