Übersicht · Teileliste

5f Testanruf

Du rufst vom Pi aus ein zweites Telefon an und prüfst, ob beide Seiten sich hören.

Vorher erledigt: 5e Einschalten, Lautsprecher-Test, 3b SIM einlegen, SMS-Test

Sicherheit:

So sieht es fertig aus

WZ18zweites TelefonMobilfunkANMOModemMO1TM1TM2KH4SHHörerTM5MI1MIdu hörst die Gegenseitedie Gegenseite hört dich
Beim Anruf hörst du die Gegenseite über TM2 im Hörer SH; das Mikrofon MI schickt deine Stimme über TM5 zum Modem.

Du brauchst

Für den Test brauchst du ein zweites Telefon, das du anrufst. Wenn jemand anderes mitmacht, geht es leichter. SSH ist der Zugang vom PC auf den Pi über das Netz.

Teile und Stellen

KennungWas
MOModem-HAT SIM7600G-H, SIM SI seit 3b eingelegt
MO4Antennenanschluss MAIN; darauf sitzt AD1, auf AD2 die Antenne AN1
MO13,5-mm-Buchse am Modem, hier steckt TM1
SHHörer
SH5Lautstärkeregler am Hörer
MIMikrofonkapsel
PS7Ein/Aus-Taster am PiSugar
PS13die vier grünen LEDs am PiSugar

Werkzeug

KennungWas
WZ11kleiner Schraubendreher
WZ14Linux-PC im selben Netz wie der Pi
WZ18zweites Telefon mit eigener Rufnummer
WZ1 WZ2 WZ3 WZ4 WZ5 WZ8Crimpzange, Multimeter, Lötkolben, Seitenschneider, Abisolierzange, Lupe: nur für den Abschnitt „Wenn die Gegenseite dich nicht hört“

Verbrauchsteile, nur für die Fehlersuche

KennungWasAnzahl
DMDupont-Stift (Male), loser Crimpkontakt aus der Reserve, als Messstift1
DFDupont-Buchse (Female), loser Crimpkontakt2
DGDupont-Gehäuse 1-polig2
LZLötzinnwenig

Vorbereiten

1

Schau nach, ob die Antenne sitzt: AD1 auf MO4, AN1 auf AD2. Fehlt sie, schalte zuerst aus (PS7 lange drücken, bis alle LEDs PS13 aus sind) und steck sie dann.

Ergebnis: Die Antenne sitzt.

2

Läuft der Pi nicht, schalte ihn ein: PS7 kurz drücken, dann halten, bis die LEDs PS13 von 1 bis 4 durchzählen.

Ergebnis: Der Pi läuft, das Display ist an.

3

Öffne am PC WZ14 ein Terminal und melde dich am Pi an. BENUTZER und ADRESSE sind der Benutzername und die Adresse, die du in 1b gewählt hast:

ssh BENUTZER@ADRESSE

Ergebnis: Du siehst die Eingabezeile des Pi.

4

Such die Nummer des Modems:

mmcli -L

Ergebnis: Eine Zeile mit /Modem/ und einer Zahl dahinter, zum Beispiel /Modem/0. Diese Zahl ist im Folgenden N.

5

Prüf, ob das Modem im Netz ist. Ersetz N durch die Zahl aus dem letzten Schritt:

mmcli -m N

Ergebnis: Bei state steht registered, und es wird eine Signalstärke angezeigt.

6

Prüf die Spannung vor dem Anruf und merk dir den Wert:

vcgencmd get_throttled

Ergebnis: throttled=0x0. Steht dort throttled=0x50000, war die Spannung beim Start kurz zu niedrig und ist es jetzt nicht mehr. Wichtig sind die letzten vier Ziffern: 0000 heißt, im Moment ist alles in Ordnung.

Halt: Fehlt das Modem in mmcli -L, oder steht bei state nicht registered: nicht weitermachen. Meist sitzt die SIM nicht richtig (stromlos neu einlegen wie in 3b) oder die Antenne fehlt. Meldet mmcli „not authorized“, setz sudo vor den Befehl.

Anrufen

7

Leg den Anruf an. Ersetz +49… durch die Rufnummer von WZ18 im internationalen Format: Ländervorwahl mit +, dann die Nummer ohne die erste 0.

mmcli -m N --voice-create-call="number=+49…"

Ergebnis: Die Ausgabe nennt einen neuen Anruf; die Zeile enthält /Call/ und eine Zahl.

8

Liste die Anrufe auf:

mmcli -m N --voice-list-calls

Ergebnis: Eine Zeile mit /Call/ und einer Zahl dahinter. Diese Zahl ist im Folgenden CALL.

9

Starte den Anruf:

mmcli -o CALL --start

Ergebnis: Nach einigen Sekunden klingelt WZ18.

Halt: Klingelt WZ18 nicht: nicht weitermachen. Beende den Anruf wie in Schritt 15 und prüf die Rufnummer (mit + und Ländervorwahl, ohne die erste 0).
10

Nimm an WZ18 ab.

Ergebnis: Der Anruf steht.

11

Halt SH ans Ohr. Sprich in WZ18, oder lass jemanden hineinsprechen.

Ergebnis: Du hörst die Stimme aus SH.

12

Sprich aus etwa 10 cm Abstand in MI. Hör dabei an WZ18 zu.

Ergebnis: An WZ18 ist deine Stimme zu hören.

13

Stell die Lautstärke des Hörers mit WZ11 an SH5 ein, bis die Stimme gut zu verstehen ist.

Ergebnis: Gut verständlich, kein Klirren.

14

Prüf während des Gesprächs noch einmal die Spannung:

vcgencmd get_throttled

Ergebnis: Derselbe Wert wie in Schritt 6, bei throttled=0x0 also wieder 0x0. Im 2G-Netz zieht das Modem beim Senden kurze Stromspitzen bis etwa 2 A; ob dein Anruf über 2G oder LTE läuft, hängt von Netz und Tarif ab.

15

Leg auf:

mmcli -o CALL --hangup

Ergebnis: WZ18 zeigt, dass das Gespräch beendet ist.

Halt: Waren beide Richtungen verständlich, ohne Brummen, und blieb der Wert von get_throttled gleich? Hast du in Schritt 11 nichts gehört: nicht weitermachen. Meist steht SH5 ganz auf leise, TM1 steckt nicht bis zum Anschlag in MO1, oder TM2 sitzt nicht ganz in KH4 (vorher ausschalten). Hat die Gegenseite in Schritt 12 nichts gehört: weiter mit dem nächsten Abschnitt. Hat sich der Wert von get_throttled geändert: nicht weitermachen. Meist ist der Akku fast leer: lade ihn über PS8 und wiederhole den Anruf.

Wenn die Gegenseite dich nicht hört

Für 4-polige Klinkenstecker gibt es zwei Normen, CTIA und OMTP. Sie tauschen die Kontakte für Masse und Mikrofon. In 5b hast du gemessen, welche Ader von TM am Modem Masse ist, und sie TM4 genannt. War diese Messung falsch, liegt das Mikrofon an den falschen Kontakten und die Gegenseite hört nichts.

Einfaches Umstecken hilft dann nicht: MI2 ist in den Kontakt von TM4 eingecrimpt. Steckst du MI1 in diesen Kontakt, liegen beide Mikrofonadern an derselben Ader, und das Mikrofon ist kurzgeschlossen. Prüf deshalb erst, ob die Adern wirklich vertauscht sind, und crimp nur dann neu.

16

Schalte aus: PS7 lange drücken, bis alle LEDs PS13 aus sind.

Ergebnis: Alles ist aus.

17

Zieh YB3 aus dem Kontakt von TM4.

Ergebnis: YB3 hängt lose.

18

Zieh MI1 aus TM5.

Ergebnis: MI1 hängt lose. TM1 steckt weiter in MO1, UK weiter in CB42 und MO2.

19

Steck einen losen DM aus der Reserve als Messstift in den Kontakt von TM4.

Ergebnis: Der DM sitzt in der Buchse.

20

Stell WZ2 auf Durchgang. Halt eine Messspitze an das Metallgehäuse von CB42, die andere an den DM.

Ergebnis: Es piept: TM4 ist wirklich Masse.

21

Steck den DM in TM5 um.

Ergebnis: Der DM sitzt in TM5.

22

Miss genauso zwischen CB42 und dem DM.

Ergebnis: Es piept nicht: TM5 ist wirklich das Mikrofon.

23

Zieh den DM heraus.

Ergebnis: In TM4 und TM5 steckt nichts.

Halt: Piept es in Schritt 20 und nicht in Schritt 22, ist die Belegung richtig und die Adern sind nicht vertauscht. Dann nicht neu crimpen: Steck YB3 und MI1 wieder wie in 5d. Prüf mit WZ8 die Kontakte von MI1 und MI2 und miss wie in 5c, ob MI2 gegen das Kapselgehäuse piept. Meist sitzt MI1 nicht ganz in TM5, oder der Lack an einer Mikrofonader war nicht ganz weg. Piept es dagegen nur in Schritt 22: Die Adern sind vertauscht, weiter mit dem nächsten Schritt.
24

Schneid mit WZ4 den Kontakt von TM4 (mit MI2 darin) direkt hinter dem Kontakt ab, damit die Adern lang genug bleiben.

Ergebnis: TM4 und MI2 haben keinen Kontakt mehr.

25

Schneid genauso den Kontakt von TM5 ab.

Ergebnis: TM5 hat keinen Kontakt mehr.

26

Tausch die Fähnchen: Die Ader, die in Schritt 22 gepiept hat, bekommt das Fähnchen TM4, die andere TM5. TM4 ist immer die Masseader.

Ergebnis: Die Fähnchen stimmen mit der Messung überein.

27

Isolier TM4, TM5 und MI2 mit WZ5 je 2–3 mm ab und verzinn das Ende von MI2 mit WZ3 neu wie in 5c.

Ergebnis: Drei blanke Enden, MI2 silbern.

28

Crimp TM4 und MI2 zusammen in einen neuen DF und schieb ihn in ein DG, genau wie in 5c.

Ergebnis: Ein Zugtest an jeder der beiden Adern hält.

29

Crimp TM5 in einen neuen DF und schieb ihn in ein DG.

Ergebnis: Ein Zugtest an TM5 hält.

30

Steck YB3 in den Kontakt von TM4 und MI1 in TM5, wie in 5d.

Ergebnis: Beide Stifte sitzen ganz in ihren Buchsen.

31

Wiederhole den Anruf ab Schritt 2.

Ergebnis: Die Gegenseite hört dich.

Weiter mit: 6 Taster verkabeln